Truppenübungsplatz Lizum/Walchen

 

Der Truppenübungsplatz LIZUM / WALCHEN ist mit einer Fläche von ca. 5000 ha das drittgrößte Übungsgelände Österreichs und einer der höchstgelegensten und modernsten Ausbildungsanlagen in Europa im hochalpinen Gelände. Er besteht aus dem Lager WALCHEN - Höhe 1410 m und dem Lager LIZUM - Höhe 1980 m.

Soldaten des 1. Österreichischen Bundesheeres, der Deutschen Wehrmacht bis zum Ende des 2. Weltkrieges, französische Besatzungssoldaten, die B-Gendarmerie und seit 1956 die Soldaten des 2. Österreichischen Bundesheeres absolvierten am Truppenübungsplatz LIZUM/ WALCHEN ihre Schieß- und Alpinausbildung.
Als erste Soldatenunterkunft wurden 1936 die Bilgeriehütte und die Innerkoflerhütte errichtet. Im Jahr 1978 wurde durch Behördenbescheid der Abbruch des alten Lagers LIZUM verfügt. Nach einer mehr als zweieinhalbjährigen Bauzeit wurde der Neubau des Lagers LIZUM 1983 abgeschlossen und zur Benützung freigegeben. Laut Verordnung des Bundesministeriums für Landesverteidigung vom 15. Juli 1972 ist der Truppenübungsplatz ständiges militärisches Sperrgebiet .

Das Kommando plant, koordiniert, organisiert und überwacht jährlich rund ca. 450 Scharfschießübungen, stellt alpine Ausbildungsanlagen, wie etwa Schilifte und Klettergärten zur Verfügung. Zusätzlich wird die Truppe nach vorgestaffelter Sicherheitseinweisung bei der Ausbildung unterstützt.

Ideale landschaftliche Bedingungen und infrastrukturellen Gegebenheiten dieser national und international verwendeten Schulungsstätte für Schieß-, Spreng- und Alpinausbildung sowie Gefechtsdienst im alpinen Gelände bilden ausgezeichnete Rahmenbedingungen für das Erreichen der Ausbildungsziele.

Nicht nur die österreichischen Soldaten sondern auch beispielsweise die belgische Militärakademie, die holländischen Marineinfrantristen, die deutsche Hochgebirgswinterkampfschule und US-Rangereinheiten waren von den Ausbildungsmöglichkeiten beeindruckt.

Das Kommando ist verantwortlich für die Unterbringung, Verpflegung, medizinische Betreuung und Versorgung mit Betriebsmittel.

Alpine Beratung und Einhaltung der Sperrgebietsverordnung, die Belange der Jagd und des Forstes, sowie die Wartung und Instandhaltung der gesamten Infrastruktur ( Unterkünfte, Straßen, Wege, Ausbildungsanlagen...) sind weitere Aufgabengebiete.
Das Personal des Truppenübungsplatzes schafft im Sinne eines " Servicebetriebes " die besten Voraussetzungen, um jährlich für rund 10.000 Soldaten eine optimale Ausbildung zu bieten.

Text: Bundesheer
Bilder: Bundesheer