Jäger

Ganz vorne dabei

Dort, wo es "brennt", ist sie zur Stelle, die Jägertruppe. Diese Waffengattung ist das Bollwerk und Rückgrat unserer Armee. Aus gutem Grund. Schon wegen unserer landschaftlichen Gegebenheiten könnte ein möglicher Aggressor seine hochtechnisierten Einheiten nicht entsprechend einsetzen, sondern müßte auf vorwiegend infanteristisch kämpfende Truppen zurückgreifen. Und diesen kann das Österreichische Bundesheer seine hervorragend ausgebildeten, äußerst beweglichen Jägerbrigaden entgegensetzen. Der Jäger selbst kämpft zwar mit leichten Waffen und erhält dadurch eine enorme Beweglichkeit, er wird aber durch modernste schwere und schlagkräftige Infanteriewaffen aus den Brigaden unterstützt. So etwa durch die Panzerabwehrlenkwaffe "Bill 2000" und den schweren Granatwerfer.

Die Jägertruppe, die mit rund 33.000 Mann den zahlenmäßig größten Anteil der Kampftruppen hat, wird für ihre unterschiedlichsten Aufgaben speziell ausgebildet.

So werden jene Soldaten, die im Gebirge zum Einsatz kommen, einer umfassenden Alpinausbildung unterzogen. Andere wiederum, die im Ernstfall möglichst schnell am Ort des Geschehens sein sollen, erhalten eine Luftlandeausbildung mit Hubschraubern.

Die neue Gliederung des Heeres bringt es mit sich, daß man nun auch von sogenannten "gehärteten Brigaden" spricht. Das sind solche, die mit Radschützenpanzern ausgestattet sind. Dadurch werden vor allem im Flachland die Beweglichkeit und der Schutz der Jäger deutlich erhöht. Darüber hinaus ist das Basiskönnen des Jägers auch Grundstock für die weitere freiwillige Ausbildung für das Jagdkommando oder die Militärstreife.