Temperaturen knapp unter 40 Grad und Staub, überall Staub. Unter diesen harten Bedingungen trainierten vom 17. bis zum 19. Juli Soldaten der deutschen Panzergrenadierbrigade 30 und der österreichischen 3. Panzergrenadierbrigade Krisenbewältigung in ihrer ganzen Bandbreite.
 
Gemeinsam bildeten sie die "Altmark Multinational Brigade" - einen Gefechtsverband von rund 750 Soldaten, ausgestattet unter anderem mit Schützenpanzern beider Nationen und Leopardkampfpanzern des österreichischen Bundesheeres. Das Szenario auf dem Truppenübungsplatz Altmark: Truppen des fiktiven "Dollanien" besetzten Territorium des Nachbarlandes "Elbien". Der Gefechtsverband sollte die territoriale Integrität Elbiens wiederherstellen und anschließend eine Stabilisierungsoperation niedriger Intensität vorbereiten. Während der dreitägigen Übung machte den Soldaten beider Großverbände, die seit 2002 Partnerbrigaden sind, nicht nur die extreme Witterung das Leben schwer, sondern auch der Ausbildungsverband des Gefechtsübungszentrums des Heeres (GÜZ) – ein starker, ortskundiger Gegner mit "Heimvorteil". Parallel dokumentierte die moderne Auswertungstechnik des GÜZ jede gelungene Aktion, aber auch jeden Fehler
 
Diese totale Transparenz und eine objektive Nachbereitung ermöglichen ein realistisches Training unter Einsatzbedingungen. Davon überzeugten sich vor Ort Generalleutnant Wolfgang Otto, Befehlshaber des Heeresführungskommandos, und Generalleutnant Edmund Entacher, Kommandant der österreichischen Landstreitkräfte. "Wir haben hier die besten Übungsmöglichkeiten überhaupt, um die uns andere Nationen beneiden", bilanzierte Otto. "Einen hohen Ausbildungsgewinn", attestierte auch Entacher und freute sich über die gelebte deutsch-österreichische Partnerschaft: "Die Zusammenarbeit hier ist wie zu Hause."
 
 
Helmut Niederhametner

  

  

  

Jegliche Weiterverwendung oder Weitergabe der Fotos ist untersagt!